Sabine Bätzing-Lichtenthäler informierte über Datensicherheit in Sozialen Netzwerken

Veröffentlicht am 13.09.2013 in Pressemitteilung

Datenschutz: Aufklärung ist das Wichtigste

Neuwied.
Edward Snowden, der sogenannte „Whistleblower“ hat aufgedeckt, dass deutsche Internetnutzer massiv durch den US-amerikanischen Geheimdienst ausgespäht werden. Deswegen ist die Öffentlichkeit sehr aufmerksam geworden. Das Thema Datenschutz wurde schnell sehr aktuell. Viele Menschen sind besorgt über diese „Datensammelwut“. Sie wissen dass das, was in ihren Augen privat ist, nicht wirklich privat bleibt.

„Ich verlange, dass diese Vorgänge voll und ganz aufgeklärt werden. Und damit bin ich nicht allein“, äußert sich Sabine Bätzing-Lichtenthäler zu dem andauernden Datenschutz-Skandal; „Da unsere Rechte nicht ganz geklärt sind, müssen wir im Umgang mit unseren Daten sehr vorsichtig sein.“

Mit einem Informationsabend im Neuwieder Bistro „Hope“ leistete die heimische Bundestagsabgeordnete am vergangenen Dienstag nun ihren Beitrag dazu, die Bürgerinnen und Bürger besser über Datennutzung und Datenschutz in Sozialen Netzwerken zu informieren. Als Experten waren Dr. Stefan Brink, Abteilungsleiter beim rheinland-pfälzischen Landesdatenschutzbeauftragten, und Björn Schumacher von 247Grad Labs GmbH, eingeladen, um Fragen der  Gäste zu beantworten und mit ihnen zu diskutieren.

Björn Schumacher zeigte die wirtschaftlichen Möglichkeiten und die Probleme für Nutzer bei der Verwendung und Auswertung von Daten und erklärte den Anwesenden dadurch Aspekte von sozialen Netzwerken, die Laien ansonsten wenig bekannt sind.

„Natürlich darf man Online-Angebote wie Facebook nicht generell verdammen“, waren sich Bätzing-Lichtenthäler und Dr. Brink einig. Die Abgeordnete nutzt diese und andere Plattformen auch, um „online“ mit den Menschen aus der Region und darüber hinaus in Kontakt zu bleiben. Man müsse sich aber bewusst machen, dass Facebook ein gewinnorientiertes Unternehmen sei und der Nutzer ein geldwertes Produkt. Dafür müsse man die Internetnutzer sensibilisieren. „Vielen ist zum Beispiel gar nicht bewusst, dass man die kompletten Rechte an den Fotos automatisch abtritt, wenn man sie auf Facebook hoch lädt. Diese dürfen dann nicht mehr selbst anderweitig verwendet werden“, erklärt Bätzing-Lichtenthäler. Zwar sei es hier noch nicht zu Abmahnungen gekommen – generell sei dies aber durchaus zu befürchten, fügte Dr. Brink hinzu.

Er hob hervor, wie seine Behörde die Bürgerinnen und Bürger beim Schutz ihrer Daten konkret unterstützt: So gehören zu den Aufgaben des Landesdatenschutzbeauftragten nicht nur die Kontrolle von Online-Giganten wie Facebook, sondern auch die umfassende Information der Nutzer. Besonders die Angebote für Schülerinnen und Schüler würden bereits sehr gut angenommen. Über 30.000 junge Menschen habe man bereits erreichen können. Nun wolle man auch gezielt Eltern sensibilisieren.

„Eine gute Sache“, findet Sabine Bätzing-Lichtenthäler. „Gerade in der Aufklärung besteht bei vielen immer noch Nachholbedarf. Damit jeder mündige Bürger sich und seine Daten im Internet angemessen schützen kann, muss hier dringend mehr getan werden.“

 

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