Sabine Bätzing-Lichtenthäler: „Das gilt für alle Ligen und alle Sportarten!“

Veröffentlicht am 08.02.2013 in Pressemitteilung

„Die Erkenntnisse von Europol sind erschütternd“, so die Abgeordnete, die Mitglied im Sportausschuss des Deutschen Bundestages ist, über weltweit manipulierte Fußballspiele. „Ob in Betzdorf, Engers, Linz oder wo auch immer: Auch in der Kreisliga gilt: Der Sport muss frei von Manipulationen sein“, so Bätzing-Lichtenthäler weiter.

Die Veröffentlichungen von Europol dokumentieren ein Maß an Korruption, das weit über die bisherigen Annahmen hinausgeht. Zum jetzigen Zeitpunkt ist zwar nicht bekannt, ob und welche Partien in Deutschland betroffen sind. Dennoch ist der ideelle Schaden, den der Sport durch die Manipulationen erlitten hat, enorm. „Gegen Korruption in Form von Spielmanipulation im Sport vom Spitzensport bis hinunter zum Breitensport in den Vereinen müssen wir konsequent vorgehen. Ein „weiter so“ darf es nicht geben“, ist Bätzing-Lichtenthäler überzeugt.

Die Wahrung der Integrität des Sports muss auf internationaler Ebene erfolgen. Korruption, Spielmanipulation und illegales Glücksspiel müssen stärker länderübergreifend bekämpft werden. Denn die Fakten zeigen: organisierte Kriminalität operiert im Sport global. Dem können die Staaten und nationale Verbände nicht allein begegnen. SPD-Politiker fordern daher die Gründung einer Welt-Agentur gegen Betrug und Korruption im Sport nach dem Vorbild der Welt Anti-Doping Agentur (Wada).

Die 5. Weltsportministerkonferenz Mineps vom 29. bis 30. Mai in Berlin bietet das geeignete Forum, um das Konzept für eine solche Welt-Agentur auf den Weg zu bringen. Das muss Thema auf der Konferenz unter einem eigenen Tagesordnungspunkt “Wahrung der Integrität des Sports“ sein.

Die SPD-Bundestagsfraktion hat dazu bereits eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung gerichtet, die Transparenz und Ethik im Sport einfordert.

 

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