Menschenrechte: Der 11. Oktober ist erstmals Weltmädchentag – Gut so!

Veröffentlicht am 12.10.2012 in Geschlechtergerechtigkeit

Der 11. Oktober ist ein besonderer Tag für die Mädchen dieser Welt. Daher fordert unsere Bundestagsfraktion, mehr politische Initiativen, um die Situation der Mädchen weltweit zu verbessern. Der Weltmädchentag verdeutlicht, dass die Gleichstellung der Geschlechter noch lange nicht erreicht ist. Mädchen sind gleich zweifach – aufgrund ihres Geschlechts und ihres Alters – benachteiligt.

Sie werden ignoriert, verkauft, ausgebeutet, Gewalt ausgesetzt oder verletzt: Mehr als 60 Millionen Mädchen werden vor ihrem 18. Lebensjahr zwangsverheiratet. 75 Millionen Mädchen gehen nicht zur Schule. Jährlich sterben rund 70.000 Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren an den Folgen von Komplikationen während der Schwangerschaft oder bei der Geburt.
Die gesellschaftliche Geringschätzung von Mädchen und Frauen spiegelt eine grundlegend fehlende Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern wider. Die Benachteiligung und Ausbeutung von Mädchen ist vielfach eingebettet in kulturelle Denkweisen, Traditionen, Überzeugungen und religiöse Einstellungen.
Besonders in den aufstrebenden Schwellenländern Asiens lässt sich an den Geburtenstatistiken der traurige Trend ablesen: Bessere medizinische Versorgung, etwa durch Ultraschall, geht Hand in Hand mit sozialen und kulturellen Präferenzen. Es werden gezielt weibliche Föten abgetrieben, damit Familien einen männlichen Stammhalter bekommen. Oder Mädchen erhalten, verglichen mit ihren Brüdern, weniger Unterstützung und Förderung durch ihre Familien.
Auf Initiative unserer Bundestagsfraktion hatte der Deutsche Bundestag am 21. September 2011 einen fraktionsübergreifenden Antrag beschlossen, der die Bundesregierung aufforderte, sich bei den Vereinten Nationen für einen Weltmädchentag einzusetzen.

 

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