Gesundheit: Organspende – Jeder soll für sich entscheiden!

Veröffentlicht am 08.06.2012 in Gesundheit

Am Samstag war der Tag der Organspende. Das Motto lautet „Richtig, Wichtig, Lebenswichtig“. Unsere Gesellschaft braucht mehr Verantwortung, Mitmenschlichkeit und gegenseitige Hilfe. Sie braucht mehr Menschen, die "Ja" sagen zur Organspende, damit schwerkranke Patientinnen und Patienten Lebenszeit und Lebensqualität geschenkt bekommen.

Mehr Bürgerinnen und Bürger als bisher sollen künftig ihre - hoffentlich positive - Entscheidung zur Postmortalspende auf einem Organspendeausweis dokumentieren.
Für diese Entscheidungslösung hat der Deutsche Bundestag in der vergangenen Woche die rechtlichen Grundlagen geschaffen und in einem breiten überfraktionellen Konsens das Transplantationsgesetz geändert. Ein großer Erfolg ist die bessere Absicherung der Lebendspender. Wir haben die Lohnfortzahlung und die Krankengeldleistung für die Lebendspender neu geregelt, mehr Klarheit beim Versicherungsschutz geschaffen und die Nachbehandlung verbessert.
Ob sich durch die gesetzlichen Neuregelungen auch die Geschlechterunterschiede in der Organspende nivellieren, wird die Zeit zeigen: Zur Zeit haben Frauen signifikant häufiger einen Organspendeausweis als Männer. Frauen spenden sowohl postmortal und auch als Lebendspenderinnen häufiger Organe als Männer. Aber Männer empfangen häufiger Organe. Die nicht nur in Deutschland zu beobachtende Geschlechterdifferenz in der Organspende muss intensiver thematisiert werden. Wir müssen Initiativen ergreifen, um mehr Männer zum Spenden ihrer Organe zu ermuntern.
Der von Selbsthilfeverbänden ins Leben gerufene "Tag der Organspende" jährt sich in diesem Jahr zum dreißigsten Mal. Er ist ein Tag der Information und ein symbolischer Tag des Dankes an alle Organspenderinnen und Organspender.

 

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