Wissen, worauf es ankommt

Veröffentlicht am 19.04.2013 in Veranstaltungen

Sabine Bätzing-Lichtenthäler traf oberste Verbraucherschützerin aus Rheinland-Pfalz

Pferdefleisch in der Lasagne, Betrug bei Bio-Eiern, Schimmelpilzgift in Futtermitteln, kostenpflichtige Routenplaner oder Kochrezepte: Die Palette der Themen, die Verbraucher beschäftigen sind schier unendlich. Das Interesse an der Veranstaltung im Alten Brauhaus zur Nette in Neuwied war entsprechend groß. Sabine Bätzing-Lichtenthäler hatte Ulrike von der Lühe von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V. aus Mainz zu Gast . Sie überraschte die Besucherinnen und Besucher, indem sie sich als geborene Neuwiederin zu erkennen gab. Sie sei auch in Neuwied zur Schule gegangen, es sei also für sie heute ein „Heimspiel“.

In ihrem Referat ging sie ausführlich auf die vielen Themen ein, mit denen Verbraucherberater konfrontiert sind. Sie warb darum, dass man bei auffälligen Sachverhalten schnell Kontakt zur Verbraucherberatung aufnehmen solle. Dies sei leicht über die Homepage www.vz-rlp.de möglich.

Sabine Bätzing-Lichtenthäler betonte, wie sehr ihr der Verbraucherschutz am Herzen liege. „Wir wollen „Marktwächter“ sein. Wir wollen wissen, wo was schiefläuft und für Abhilfe sorgen“, so die Abgeordnete. Leider gelinge das in der Opposition nicht immer wie gewünscht. So habe die SPD im Finanzausschuss einen Antrag eingebracht, der dafür sorgen sollte, die Dispozinsen zu begrenzen. Dies sei leider von den Regierungsparteien abgelehnt worden.

Ulrike von der Lühe: „Wir brauchen auch die Politik, damit zum Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher die Gesetze entsprechend angepasst werden. Es ist uns wichtig, durch Anrufe oder Briefe auf die Missstände aufmerksam gemacht zu werden. Dann können wir uns kümmern!“

Von der Lühe stellte die vielen Beratungsmöglichkeiten vor, die in Rheinland-Pfalz etabliert sind. Neben der Zentrale in Mainz gibt es noch regionale Beratungsangebote in Koblenz, Hachenburg und Betzdorf. Die Verbraucherzentrale bietet einige Serviceleistungen an. So ist es zum Beispiel möglich, Heizkostenabrechnungen überprüfen zu lassen oder auch Angebote zur Alterssicherung zu bewerten. Es sei auch möglich, die Verbraucherberatung zu Veranstaltungen einzuladen, zum Beispiel, um Senioren vor Ort zu beraten.

Sabine Bätzing-Lichtenthäler freute sich über die rege Diskussion und darüber, dass auch der Oberbürgermeister Nikolaus Roth und Fredi Winter, MdL, den Weg zu dieser Veranstaltung gefunden hatten. Sie versprach, am Thema Verbraucherschutz weiter dran zu bleiben: „Es ist mir wichtig, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher auf das, was sie erwerben auch verlassen können“.

 

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